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Testbericht: The Elder Scrolls IV: Oblivion

    Testbericht | 04.05.2006 - 20:55 | Hinomura | User Bewertung: Wertung

    Seite 3: Seite 3 und Fazit
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    "Oblivion" kann wahlweise in der First-person- und Third-person-perspektive gespielt werden. Letzteres ist in den Kämpfen wesentlich übersichtlicher, aber dafür kommt es etwas hakeliger vor, als in der First-person-perspektive. Unser Charakter kann mit der Tastatur gesteuert werden, mit der linken Maustaste schlägt man zu und mit der rechten Maustaste blockt man einen Angriff. Während eines Kampfes gibt es keinen Autolock, das bedeutet also, dass man seinen Gegner selber aufsuchen und angreifen muss. Das Kampfsystem ist für ein Rollenspiel durchaus gelungen und es empfiehlt sich, seine Angriffe dezent einzusetzen. Das hängt unter anderem mit unserer Ausdauer zusammen, die uns daran hindert, die Waffe unendlich lang zu schwingen. Oder man vergrößert seine Distanz zum Gegner, um einen Blocklock zu vermeiden.

    Die Orientierung in der großen Welt von Oblivion wird durch einen Kompass gewährleistet. Es zeigt uns durch einen Pfeil die Richtung zu einer Quest oder Dungeon an. Außerdem wurde eine Schnellreisefunktion hinzugefügt, mit deren Hilfe wir über die Weltkarte aus zu einem gewünschten Ort hinreisen können. Dieses Feature ist für Gelegenheitsspieler sicherlich eine erfreuenswerte Methode, eine Quest ohne großen Zeitaufwand abzuschließen, aber Rollenspielveteranen werden diese Funktion wahrscheinlich ignorieren, da die Atmosphäre doch etwas darunter leidet.
    Der Fortschritt im Spiel kann jederzeit gespeichert werden, des Weiteren steht noch eine Quicksave bzw. Quickload-Funktion zur Verfügung. Wie die meisten wissen, ist "The Elder Scrolls IV Oblivion" eine Konsolenumsetzung und genau das kriegt man bei dem User Interface zu spüren. Das UI wurde 1:1 von der Xbox-Version übernommen und es ist einfach nur erbarmungslos schlecht. Es gibt keine Shortcuts zum Charaktermenü oder zur Weltkarte und man muss sich so einzeln zum gewünschten Untermenü durchklicken. Die Weltkarte ist viel zu klein, so dass man mit einem Cursor erstmal hin und her scrollen darf, bevor man den gewünschten Ort auf der Karte entdeckt. Glücklicherweise wurden von der Community zahlreiche UI-Mods released, die die Schriftgröße in den Menüs verkleinern und somit für mehr Übersicht sorgen. Dennoch ist es traurig, dass Bethesda es nicht geschafft hat, ein gescheites User Interface zu erstellen.


    Bugs und noch mehr Bugs
    In „Oblivion" gibt es eine Vielzahl an Bugs, sei es das unerklärliche Ruckeln auf Highend-Rechnern oder die vermehrten Abstürze, die anscheinend mit dem Schnellspeichern in Verbindung zu bringen sind. Hinzu kommen noch katastrophale Übersetzungsfehler in der deutschen Version wie z.B. falsche Zauberbezeichnungen sowie unleserliche Übersetzung der verschiedenen Tränke und Zauberscrolls. Obwohl die meisten Bugs mithilfe des Modkits von der Community beseitigt worden sind, findet man es besorgniserregend, dass ausgerechnet ein Rollenspiel solch derbe Schnitzer bei großen Teilen der Übersetzungen hat und die Community immer noch auf einen Patch warten.


    Fazit Oblivion ist sicher nicht das beste Rollenspiel aller Zeiten. Dafür gibt es zu viele Schwächen im Bereich Klassen und Skillbalancing. Zudem scheint das Levelscaling ziemlich unausgereift. Das Spiel lebt von seiner Handlungsfreiheit und den qualitativ hochwertigen Nebenquests, die mir persönlich sehr viel Spaß bereitet haben. Da ändern auch die eintönigen Dungeons und die Parallelwelt nichts daran. Wären da nicht die derben Übersetzungsfehler und fiesen Bugs, würde einer hohen Bewertung nichts mehr im Wege stehen, aber bei einem Rollenspiel ist dieser Aspekt ein wichtiger Bestandteil des Spiels und es bleibt abzuwarten, ob Bethesda diese Schnitzer noch ausbessert. Nichtsdestotrotz kann ich das Spiel für den Preis von rund 36 Euro jedem Rollenspieler oder die, die es noch werden wollen, ans Herz legen.


    The Elder Scrolls 4: Oblivion
     Entwickler Bethesda Softworks  Anbieter Take 2 Interactive
     Genre Rollenspiel  Sprache Deutsch
     Termin 24.03.2006  Preis Ca. € 40,-
     USK 12. Jahre  Plattform PC DVD-ROM
     Minimum  Empfohlen
     Windows XP
     Laufwerk: DVD-ROM
     CPU: Pentium4 mit 2 GHz
     512 MB RAM
     3D-Karte 64MB: DirectX 9.0c
     HD: 4 GByte
     Windows XP
     Laufwerk: DVD-ROM
     CPU: Pentium4 mit 3.5 GHz
     1024 MB RAM
     3D-Karte mit 256MB; DirectX 9.0c
     HD: 4 GByte
     Multiplayer
     Netzwerk: - Spieler
     1 Spieler pro Packung
     Internet: - Spieler
     1 PC pro Spieler
    Wertung
     Grafik 90%
     Sound 84%
     Steuerung 70%
     Atmosphäre 83%
     Multiplayer -
     Motivation 85%

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Kommentare


  •  

    Seiten (1): [1]

    Name Text
    TigerClaw Homepage


    TigerClaw

    Kompromis

    Wobei man hier wieder bedenken muss, dass Schmetterlinge oder Vögel die Hardware noch stärker beanspruchen würde. Und bei einem so umfangreichen Spiel steht der Releasetermin und der Publisher den Entwicklern immer im Nacken und so muss man sich entscheiden. Lässt man einige Details weg oder schraubt man die Grafik etwas runter ... ersteres wirkt sich jedenfalls weniger auf die BEwertung aus.
    _________________
    Nicht in die ferne Zeit verliere dich, Den Augenblick ergreifen, Der ist dein"

    Kommentar melden | 09.05.2006 - 23:22:42

    Hinomura

    Außenareale

    @AvenDexx

    Das Problem in den zahlreichen Wäldern ist, dass es nichts anderes als Bären oder Wölfe gibt. Meiner Ansicht nach hätte man sicher noch Vögel und Schmetterlinge oder irgendwelche Reisende einbauen können. Es ist schon klar das es nicht so lebhaft wie in einer grossen Stadt sein sollte, aber man kommt sich in den Aussenarealen wirklich etwas einsam vor. Es liegt sicher im Auge des Betrachters und deshalb hat sich dieser Aspekt nicht negativ auf die Gesamtwertung des Spiels ausgewirkt.

    Kommentar melden | 09.05.2006 - 23:16:37

    TigerClaw Homepage


    TigerClaw

    Ansichtssache

    Hallo,
    der Kollege wird sich bald melden ;) = Zwinker

    Aber ich denke, dass das alles Ansichtssache ist. Der eine erwartet mehr, der andere etwas weniger.

    "...trifft man nur alle 3 min. auf einen Bär..." -> Das hat sich auf die Bewertung nicht negativ ausgewirkt. Aber ein Artikel ist nur dann vollständig, wenn auch Details erwähnt werden und das gehört eben mit dazu ;) = Zwinker
    _________________
    Nicht in die ferne Zeit verliere dich, Den Augenblick ergreifen, Der ist dein"

    Kommentar melden | 09.05.2006 - 22:30:50

    AvenDexx eMail

    Zu wenig los?

    Ich weis ja nicht. Auch hier lese ich, wie schon so oft, dass die Außenareale zu wenig Charkter enthalten. "...trifft man nur alle 3 min. auf einen Bär..."

    Verstehe das nicht. Frage mich, ob der Tester schonmal im RL im Wald spazieren war. Also, wenn ich das mache, treffe ich auch selten auf Personen oder Tiere. Was hat sich der Tester denn vorgestellt, wieviel da los sein soll? Auf jeder Wald lichtung ein Saufgelage und Menschen, die man an jeder Ecke trifft?

    Hab sowas jetzt schon ein paar mal in diversen Foren gelesen und mich jedesmal gefragt, was denn erwartet wurde.

    Vielleicht kann mir das mal jemand erklären.

    Ansonsten ein netter Artikel.

    Greetz AvenDexx

    Kommentar melden | 09.05.2006 - 09:46:08


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