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	<title>Planetenfotografie Archive - PCPointer.de</title>
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	<description>Das Online-Magazin rund um Videospiele, Hardware, DIY, 3D-Druck, Laser und Astronomie</description>
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		<title>Pegasus Astro Ultimate Powerbox v2 für Teleskope</title>
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		<dc:creator><![CDATA[TigerClaw]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Mar 2024 08:50:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Hersteller Pegasus Astro hat den Nachfolger der bekannten Ultimate Powerbox veröffentlicht. Damit gehört der Einsatz von mehreren Netzteilen und Datenkabelsalat der Vergangenheit an. Zu ... <a title="Pegasus Astro Ultimate Powerbox v2 für Teleskope" class="read-more" href="https://www.pcpointer.de/astronomie/teleskop-zubehoer-pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/" aria-label="Mehr Informationen über Pegasus Astro Ultimate Powerbox v2 für Teleskope">mehr ...</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pcpointer.de/astronomie/teleskop-zubehoer-pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/">Pegasus Astro Ultimate Powerbox v2 für Teleskope</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pcpointer.de">PCPointer.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Der Hersteller Pegasus Astro hat den Nachfolger der bekannten Ultimate Powerbox veröffentlicht. Damit gehört der Einsatz von mehreren Netzteilen und Datenkabelsalat der Vergangenheit an. Zu den Highlights der Pegasus Astro Ultimate Powerbox v2 zählen mehr als 20 A Gesamtleistung, ein USB 3.1-Hub, ein neuer Schrittmotor-Controller sowie ein Erweiterungsport für zukünftige Pegasus Astro-Geräte. </strong><strong>Was die Ultimate Powebox v2 noch so kann, zeigen wir in diesem Test.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wer Astrofotografie betreibt und umfangreiches Equipment im Einsatz hat, wird sicherlich auch mehrere Netzteile und Datenkabel nutzen. Bei mobilen Stationen gestaltet sich das noch aufwendiger, da die Netzteile und Kabel ständig mitgeschleppt werden müssen. Abhilfe könnte die Ultimate Powerbox von Pegasus Astro schaffen, die in der Version 2 zahlreiche Verbesserungen bietet. Aber brauchen Astrofotografen ein Gerät, das ursprünglich zur Stromverteilung konzipiert wurde? Definitiv ja, denn die Pegasus Astro Ultimate Powerbox v2 (kurz <strong>UPBv2</strong>) erleichtert nicht nur den Umgang mit Strom- und Datenkabeln, sondern bietet zusätzlich viele hilfreiche Features. Genutzt können diese Funktionen über die Stand-Alone-Software, die der Hersteller kostenlos mitliefert.</p>
<blockquote>
<p><em>Zu beachten ist, dass die Ultimate Powerbox kein Akkupack darstellt. Das Gerät wird an einem Netzteil angeschlossen. Der Strom dieses Netzteils wird dann an die Verbraucher, die an den Ausgangsanschlüssen angeschlossen werden, verteilt!</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Passend zur UPBv2 bietet Pegasus Astro einen FocusCube 2 Universal und einen passenden Hand Controller (z.B. für Planetenfotografie) oder ein Motor Focus Kit v2 (Universal) und einen EZY Focus Hand Controller (z.B. für DeepSky Astrofotografie).</p>
<h3 style="text-align: justify;">Verpackung und Lieferumfang</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Pegasus Astro Ultimate Powerbox v2 wird zusammen mit einem Temperatur-/Feuchtigkeitsmesser, vier Power DC Kabel (1m, 2.1 zu 2.1mm männlich) sowie einem USB 3 Datenkabel (1,8 m, Typ B) geliefert. Die passende Software dazu gibt es auf der <a href="https://pegasusastro.com//products/ultimate-powerbox-v2/" target="_blank" rel="noopener">Pegasus Astro Webseite</a>. Für Filterräder und Kamera wird zusätzlich ein USB 2.0 Kabel Typ A/B 1m sowie ein USB 3.0 Kabel Typ A/B 1m benötigt. Bei der Stromversorgung sollte man zu einem Markennetzteil mit 12V/10A greifen und den XT60 Stecker aus dem Modellbau selbst löten.</p>
<figure style="width: 1038px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_1.jpg" alt="PegasusAstro_1" width="1048" height="1024"></a><figcaption class="wp-caption-text">Pegasus Astro Ultimate Powerbox + Schrittmotor + Handcontroller</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Beim Schrittmotor werden sechs Motorkupplungen mit einem Bohrungsdurchmesser von 3 mm bis 8 mm sowie eine L-Halterung für verschiedene Okularauszüge mitgeliefert. Auch bei den Handcontrollern werden alle benötigten Kabel mitgeliefert.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Verarbeitung</h3>
<p style="text-align: justify;">Die UPBv2 sieht nicht nur toll aus, sondern bietet auch eine erstklassige Verarbeitung. Mit den Maßen 135mm x 107mm x 30mm und einem Gewicht von nur 400g kann die Ultimate Powerbox V2 an jeder beliebigen Stelle am Teleskop angebracht werden. Insbesondere bei großen Teleskopen mit einer Öffnung von mehr als 10&#8243; eignet sich dafür eine Halteschiene zwischen den Rohrschellen am besten. Von dort aus können alle Geräte über die 1m langen DC Power Kabel erreicht werden. Der Schrittmotor sowie die Handcontroller sind ebenfalls sehr gut und robust verarbeitet.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Anschlüsse und Strombelastung</h3>
<p style="text-align: justify;">Auf der Vorderseite gibt es einen soliden 12V DC Eingang (XT60 Stecker). Hier kann ein handelsübliches 10A Netzteil verwendet werden, dass dann auf einen XT60 Anschluss umgebaut wird. Wer sich das aber nicht zutraut, kann bei Pegasus Astro ein fertiges Netzteil erwerben. Doch warum nutzt der Hersteller den aus der RC-Car Szene bekannten XT60 Anschluss? Die Antwort ist recht einfach, denn die typischen Eurostecker 2.5/2.1mm können maximal nur rund 5A ab. Die aus dem Modellbau bekannten XT60 Stecker sind in der Lage, besonders hohe Ströme zu übertragen. Die Kontakte sind üblicherweise vergoldet, während das Gehäuse aus Nylon besteht. Diese Steckverbindungen lassen sich bis etwa 60A belasten. Immerhin ist der Controller der Ultimate Powerbox so ausgelegt, dass dieser bis zu 20A Gesamtleistung unterstützt. Der Spannungsbereich beträgt 12-13.8V DC. Das Netzteil selbst sollte mindestens 6A liefern, um möglichst viele Geräte mit Strom zu versorgen. Das Gerät ist übrigens so ausgelegt, dass kein Schaden durch vertauschen der Polarität entsteht.</p>
<p style="text-align: justify;">Die vier 12V Ausgänge (DC Stecker 5.5 x 2.1mm; 12V-13.8V) befindet sich ebenfalls auf der Vorderseite und werden von Smart MOSFETs angesteuert. Jeder Anschluss liefert bis zu 6A und kann über die Software ein- und ausgeschaltet werden. Daneben gibt es drei PWM-Ausgangskanäle für Tauheizung, Flatpanel oder Lüfter. Diese liefern ebenfalls pro Kanal bis zu 6A und können sogar so eingestellt werden, dass die Steuerung automatisch geschieht. Der Controller überprüft die Umgebung über den Temperatur- und Feuchtigkeitssensor und kann entsprechend den Strom für die Tauheizung anpassen. Sollten die Anschlüsse dafür nicht reichen, können mittels Y-Kupplung auch mehrere Verbraucher über einen Port angesteuert werden.&nbsp;</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_6.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_6.jpg" alt="PegasusAstro_6" width="1280" height="822"></a><figcaption class="wp-caption-text">Pegasus Astro Powerbox Vorderseite</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Ein weiterer Anschluss ist der RJ45 für Motoren. Es werden fast alle gängigen Schrittmotoren für die Astrofotografie unterstützt, die über keinen eigenen integrierten Controller verfügen. Der in der Ultimate Powerbox v2 integrierte Schrittmotor Controller kann sowohl unipolar als auch bipolar Schrittmotoren antreiben und das bis zu einem Stromverbrauch von 2.4A. Zu empfehlen ist das Pegasus Motor Focus Kit, aber auch Motoren von Starlight, Moonlite und Lakeside funktionieren damit ausgezeichnet. Eine Backlash Kompensation ist in der Firmware bereits integriert und kann je nach Anwendung angepasst werden. Ein ASCOM 6 Treiber ist vorhanden.</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_3.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_3.jpg" alt="PegasusAstro_3" width="1280" height="929"></a><figcaption class="wp-caption-text">Pegasus Astro Schrittmotor</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Auch die Rückseite der Pegasus Astro Ultimate Powerbox hält einige Anschlüsse bereit. Links befindet sich der PC Anschluss via USB Kabel, um das Gerät an einem Rechner anzuschließen und mittels Software anzusteuern. Zu beachten ist, dass die Zuordnung der einzelnen USB Ports aufgrund des Hubs eine andere ist, als wenn die einzelnen Astrogeräte direkt am Rechner angeschlossen werden. Dazu aber später mehr.</p>
<figure style="width: 1186px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_2.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_2.jpg" alt="PegasusAstro_2" width="1196" height="1024"></a><figcaption class="wp-caption-text">Pegasus Astro Powerbox Rückseite</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Es gibt einen USB 3.1 Hub Controller auf Industriestandard, der bei Temperaturen zwischen -40°C und +80°C arbeitet. Neben 4x USB 3.1 Super Speed Ports (z.B. für Astrokameras) gibt es 2x USB 2 High Speed Ports, die sich z.B. für Filterräder wunderbar eignen. Jeder USB Port unterstützt bis zu 2,5A und ist gegen Überspannung geschützt. Das tolle daran ist, dass beim Absturz einer Kamera oder eines Filterrads das Kabel nicht mehr abgezogen und wieder eingesteckt werden muss. Stattdessen können die USB Ports direkt über die Herstellersoftware angesteuert bzw. ein- und ausgeschaltet werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Das besondere an der UPBv2 ist, dass jeder 12V-Anschluss über einen eigenen Strommesser verfügt. Damit kann der Stromverbrauch jedes einzelnen Ports in der Software angezeigt werden. Zudem sind alle Anschlüsse gegen Verpolung oder Überspannung geschützt. Sogar ein Watchdog ist integriert, um die Ultimate Powerbox v2 bei einem Hardwareausfall neu zu starten. Der Hersteller bietet außerdem die Möglichkeit, das Gerät auf einfache Weise über die Software mit neuster Firmware zu aktualisieren. Mehr Anwenderfreundlichkeit geht nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben den vier DC Ausgängen auf der Vorderseite gibt es zwei weitere Ausgänge auf der Rückseite, wobei einer davon zwischen 3-12V bei maximal 3A einstellbar ist, während der andere stets 12V DC bei maximal 8A liefert und sich somit für einen Minirechner oder ähnliches eignet.&nbsp;Der mit EXT gekennzeichnete Port ist ein RJ12-Erweiterungsanschluss für zukünftige Geräte von Pegasus Astro. Angeschlossene Geräte können von der UPB-Software aus gesteuert werden.</p>
<p>Sowohl die Powerbox als auch die zusätzlichen Geräte sind hochwertig verarbeitet. Jeder Anschluss rastet sicher und passgenau ein und es wackelt nichts.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Installation und Funktionsweise</h3>
<p style="text-align: justify;">Die UPBv2 kann beispielsweise auf der Oberseite eines Teleskops installiert werden. Wir haben uns dazu mit einem 3D-Drucker passende Halter gedruckt. Die einzelnen Kabel und Anschlüsse sollte man beschriftet, da die Zuordnung der einzelnen USB Ports unter Windows geschieht. Vertauscht man beispielsweise den USB Port von Kamera und Montierung, muss in ASCOM der korrekte neue USB Port jedes Mal neu eingestellt werden.</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_16.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_16.jpg" alt="PegasusAstro_16" width="1280" height="636"></a><figcaption class="wp-caption-text">UPBv2 an einem Newton Teleskop 10&#8243;</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Die Powerbox wurde an einem Carbon Newton 10&#8243; für DeepSky-Astrofotografie installiert. Für eine präzise Fokussierung wurde am Baader Diamond Steeltrack Okularauszug der Motor Focus Kit v2 (Universal) montiert. Diese hochauflösende Getriebeeinheit hat eine Schrittweite von 0,06 Grad und kann problemlos mehr als 6 kg heben. Da in der UPBv2 bereits eine Schrittmotorsteuerung integriert ist, entfällt der Kauf einer zusätzlichen Einheit.</p>
<figure style="width: 1158px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_15.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_15.jpg" alt="PegasusAstro_15" width="1168" height="1024"></a><figcaption class="wp-caption-text">Motor Focus Kit v2 (Universal) an einem Baader Diamond Steeltrack OAZ</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Bei der Installation mussten wir die L-Halterung etwas aufbiegen, um einen möglichst festen Halt zu gewährleisten. Alternativ kann man sich auch einen passenden Halter mit dem 3D-Drucker anfertigen.</p>
<figure style="width: 1157px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_14.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_14.jpg" alt="PegasusAstro_14" width="1167" height="829"></a><figcaption class="wp-caption-text">Motor Focus Kit v2 L-Halterung an einem Baader Diamond Steeltrack OAZ</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Um den Fokus leichter einstellen zu können, gibt es als externe Lösung den EZY Focus Hand Controller. Dieser ermöglicht einen präzisen und vibrationsarmen Fokussiergang. Es lässt sich unkompliziert und intuitiv bedienen. Dazu wird der digitale Drehgeber mit Druckknopf verwendet. Mit einem Dreh am Potentiometer wird der Fokus eingestellt und mit einem kurzen Druck darauf lässt sich zwischen Fein- und Grobfokus wechseln. Dabei synchronisiert sich das Gerät mit der Software, so dass damit parallel gearbeitet werden kann. Mit den zwei zusätzlichen Tasten &#8222;&lt;&lt; und &gt;&gt;&#8220; kann der Fokus auf eine vorher im Menü vorkonfigurierte Schrittzahl eingestellt werden. Im EZY Focus Hand Controller ist ein hochpräziser Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor integriert. Dadurch entfällt der serienmäßige UPBv2-Sensor. An der Oberseite des Controllers ist eine rote LED verbaut, die auch als Taschenlampe genutzt werden kann.</p>
<figure style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_11.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_11.jpg" alt="PegasusAstro_11" width="1210" height="908"></a><figcaption class="wp-caption-text">Pegasus Astro EZY Focus Hand Controller</figcaption></figure>
<h3 style="text-align: justify;">Software</h3>
<p style="text-align: justify;">Das absolute Alleinstellungsmerkmal der Ultimate Powerbox v2 ist die mitgelieferte Software. Diese basiert auf der Unity-Platform, ein absolutes MUSS ist. Unity erlaubt es verschiedenen Geräten miteinander zu kommunizieren wie z.B. die Ultimate Powerbox v2, einen Motorfokus oder ein Filterrad. Damit können die Geräte per ASCOM in andere Programme wie N.I.N.A. eingebunden werden. Schauen wir uns zunächst einmal die Herstellersoftware genauer an. Das Dashboard ist eine Art Übersicht, die unter anderem Umweltdaten und Verbrauchswerte bereitstellt.</p>
<figure style="width: 1134px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_12.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/pegasus-astro-ultimate-powerbox-v2/PegasusAstro_12.jpg" alt="PegasusAstro_12" width="1144" height="846"></a><figcaption class="wp-caption-text">Pegasus Astro Software</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Über den <em>Hub</em> Tab lassen sich alle Anschlüssen einzelnen auflisten und ansteuern. Bei Bedarf können die Anschlüsse sogar deaktiviert werden. Sehr schön ist auch die Anzeige des Stromverbrauchs umgesetzt worden. Im <em>Dew</em> Hub lassen sich z.B. durch das Verschieben des Reglers 3-Pin-Lüfter wunderbar ansteuern, indem die Geschwindigkeit über die Spannung geregelt wird. Ganz unten ist außerdem die bereits erwähnte <em>Auto Dew</em> Funktion, die abhängig von der Umgebungstemperatur die automatische Regelung der Taukappen erlaubt.&nbsp; &nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der rechten Seite befinden sich zwei <em>Graphen</em>, die die aktuellen und vergangenen Werte für Umgebungsdaten und Stromverbrauch anzeigen. Dort gibt es einen <em>Gerätetab</em>, unter dem das Startverhalten anhand von Paramatern definiert werden kann. Der <em>Fokus</em> Tab bietet Zugriff auf den Motorfokus. Hier lassen sich Position, Bewegung und Grenzwerte einstellen und ablesen. Auch eine Backlash Korrektur ist vorhanden. Wer seine Sternenwarte bzw. Routineabläufe automatisieren möchte, kann dies unter dem Tab &#8222;Scheduler&#8220; tun. Dort können verschiedene Aufgaben ohne Programmierkenntnisse angelegt werden. Damit lassen sich beispielsweise bestimmte Anschlüsse zu bestimmten Uhrzeiten aktivieren/deaktivieren und sogar komplett vom Strom trennen.&nbsp;</p>
<p>Eine weitere nützliche Funktion ist der <em>Auto Dew Heater</em>. Damit können z.B. Heizbänder bei Tau automatische zu- oder abgeschaltet werden, indem die Software anhand von Sensordaten Temperatur und Feuchtigkeit ermittelt und einen geeignet Wert für den <em>Dew Point</em> berechnet.</p>
<p style="text-align: justify;">Die bedienerfreundliche Software ist dank der Aufteilung sehr übersichtlich und lässt absolut keine Wünsche offen.&nbsp;</p>
<h3 style="text-align: justify;">Fazit</h3>
<p style="text-align: justify;">Pegasus Astro liefert mit der Ultimate Powerbox v2 sowie mit dem Motor Focus Kit v2 (Universal) und dem EZY Focus Hand Controller ausgezeichnete Produkte, die sich vor allem an Astrofotografen richtet. Die UPBv2 ist erstklassig verarbeitet und verrichtete in unserem Test unter verschiedenen Umwelteinflüssen gute Arbeit. Die Box bietet verschiedenen Anschlussmöglichkeiten, um sein Astroequipment anzusteuern und erleichtert damit viele Arbeitsabläufe. Zudem gibt es nur noch ein Kabel, das zum Teleskop führt. Alle anderen Geräte sind direkt mit der Ultimate Powerbox v2 verbunden.</p>
<p style="text-align: justify;">Sehr angenehm ist auch, dass die Produkte von Pegasus Astro alle untereinander kompatibel sind und in immer mehr Astrotools eingebunden werden. Hervorzuheben ist auch der ausgezeichnete Support des Herstellers. Die Pegasus Astro Ultimate Powerbox v2 ist mir rund 550 EUR nicht das günstigste Tool, aber funktioniert Out-of-the-box und ist absolut zu empfehlen. In Kombination mit einem Motor Focus Kit v2 (Universal) und dem EZY Focus Hand Controller die perfekte Ausrüstung, um Planeten- oder DeepSky-Fotografie zu erleichtern.</p>
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		<title>Jupiter &#8211; Opposition Bild im TeleVue Blog</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Dec 2023 08:26:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Planet Jupiter erreichte am 3. November 2023 seine diesjährige Opposition. Der Gasriese stand der Sonne am Himmel genau gegenüber und bot somit die besten ... <a title="Jupiter &#8211; Opposition Bild im TeleVue Blog" class="read-more" href="https://www.pcpointer.de/news/jupiter-opposition-bild-im-televue-blog/" aria-label="Mehr Informationen über Jupiter &#8211; Opposition Bild im TeleVue Blog">mehr ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Planet Jupiter erreichte am 3. November 2023 seine diesjährige Opposition. Der Gasriese stand der Sonne am Himmel genau gegenüber und bot somit die besten Beobachtungsbedingungen. Zur Opposition sind die hellen und dunklen Wolkenbänder der Atmosphäre besonders gut zu beobachten. Der Große Rote Fleck zeigt ab größeren Teleskopöffnungen feine Details. Passend dazu hat der Hersteller <a href="https://televue.com/televueopticstalk/2023/11/30/jupiter-your-opposition-images/" target="_blank" rel="noopener">TeleVue</a> einen neuen Blog veröffentlicht, in dem es auch eines meiner Jupiterbilder geschafft hat. Die Opposition ist zwar schon vorbei, aber viele fleißige Hobby-Astrofotografen arbeiten noch immer daran, die Bilddaten zu verarbeiten und zu veröffentlichen. Mein bisher bestes Bild vom Gasriesen wurde mit einem selbstgebauten Newton Teleskop mit einer Öffnung von 300mm aufgenommen. Als Zubehör wurde unter anderen eine TeleVue Powermate 2,5fach Telezentrik verwendet.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_16203" aria-describedby="caption-attachment-16203" style="width: 1014px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/uploads/2023/11/Televue_2.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-16203 size-full" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/uploads/2023/11/Televue_2.jpg" alt="" width="1024" height="785" srcset="https://www.pcpointer.de/wp-content/uploads/2023/11/Televue_2.jpg 1024w, https://www.pcpointer.de/wp-content/uploads/2023/11/Televue_2-400x307.jpg 400w, https://www.pcpointer.de/wp-content/uploads/2023/11/Televue_2-150x115.jpg 150w, https://www.pcpointer.de/wp-content/uploads/2023/11/Televue_2-768x589.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-16203" class="wp-caption-text">Jupiter im TeleVue Blog</figcaption></figure>
<p>Jupiter dreht sich von allen in unserem Sonnensystem befindlichen Planeten am schnellsten um seine Achse. Das macht die Bildbearbeitung inbesondere bei größeren Öffnungen schwierig. Für möglichst rauscharmes Schärfen werden viele Einzelbilder benötigt, die mittels Videos gewonnen werden. Die Videos sollten für scharfe Summendbilder aufgrund der Planetenrotation 30 Sekunden nicht überschreiten. Dank der Software WINJUPOS können mehrere Summenbilder, zwischen denen Jupiter rotiert, miteinander kombiniert werden. Das Bildmaterial wird dabei ausgemessen und derotiert. Allerdings sind dieser Technik Grenzen von rund 15 bis 20 Minuten gesetzt. Da ich bei dieser Jupiteraufnahme über wenig gutes Material verfügt habe, wurde der Gasriese kurzerhand derotiert und zwar 50 Minuten lang. Das kann recht knifflig werden, bringt aber deutlich mehr Details. Aufgenommen wurden die Einzelbilder mit meinem 12&#8243;-Selbstbau-Newton-Teleskop, das für alle Wetterlagen gerüstet ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pcpointer.de/news/jupiter-opposition-bild-im-televue-blog/">Jupiter &#8211; Opposition Bild im TeleVue Blog</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pcpointer.de">PCPointer.de</a>.</p>
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		<title>Planetenfotografie: Jupiter Workflow</title>
		<link>https://www.pcpointer.de/astronomie/planetenfotografie-jupiter-workflow/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Nov 2023 09:17:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Unser erfolgreicher Artikel zu den Grundlagen der Planetenfotografie deckt alle Themen ab, die für die Entstehung von Planetenfotos relevant sind. Dennoch gibt zwischen der Aufnahmetechnik ... <a title="Planetenfotografie: Jupiter Workflow" class="read-more" href="https://www.pcpointer.de/astronomie/planetenfotografie-jupiter-workflow/" aria-label="Mehr Informationen über Planetenfotografie: Jupiter Workflow">mehr ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Unser erfolgreicher Artikel zu den Grundlagen der Planetenfotografie deckt alle Themen ab, die für die Entstehung von Planetenfotos relevant sind. Dennoch gibt zwischen der Aufnahmetechnik und Bearbeitung einzelner Planeten unseres Sonnensystems einige Unterschiede, um beispielsweise Details besser hervorzuheben. In diesem Artikel gehen wir auf die Planetenfotografie mit Blick auf den Gasriesen Jupiter ein und zeigen euch Schritt für Schritt unseren Workflow. &nbsp;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Seit unserem Artikel zum Thema &#8222;Grundlagen der Planetenfotografie&#8220; haben wir uns weiterentwickelt und sowohl an unserer Aufnahmetechnik als auch an der Bildbearbeitung gearbeitet. Obwohl wir unseren Artikel zu den Grundlagen der Planetenfotografie regelmäßig aktualisieren, haben wir uns dazu entschlossen als Erweiterung dazu auf die Aufnahme einzelner Planeten einzugehen. Zu beachten ist, dass es sich hierbei um ein von mir ausgearbeitetes Workflow handelt, das aber nicht unbedingt für alle Aufnahmen funktioniert. Viele Einstellungsmöglichkeiten beim Stacken oder beim Schärfen hängen von Objektivgröße, Brennweite, Kamera und weiteres optische Equipment sowie von der Qualität der Einzelbilder und der verwendeten Bearbeitungssoftwarte ab. Jeder muss seinen eigenen Weg finden und eventuell anhand der Bildqualität von diesem Workflow abweichen. In den einzelnen Bearbeitungsschritten werden bewusst verschiedene Aufnahmen gezeigt, da nicht jeder in den Genuss von gutem Seeing kommt, aber dennoch einen guten Vergleich bei der Bearbeitung benötigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Tutorial zeigt anhand von Jupiter beispielhaft, wie die Bildbearbeitung bei einem Bild vom Gasriesen aussehen kann. <strong>Wir werden diesen und alle anderen Artikel immer wieder aktualisieren bzw. überarbeiten</strong>.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Aufnahmeequipment</h3>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Newton 12&#8243; Selbstbau Teleskop</li>
<li>EQ8-R Montierung</li>
<li>ZWO ASI 178MC Farbkamera</li>
<li>TeleVue Barlow 2,5fach</li>
<li>Pierro ADC</li>
<li>SharpCap Aufnahmesoftware</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Insgesamt wurden knapp 30 Videos mit einer Länge von je 25 Sekunden verarbeitet. Da AS3! auch die Derotation beherrscht, können Aufnahmen mit einer Teleskopöffnung von 30cm bei Jupiter bis zu 60 Sekunden betragen. Mit größerer Öffnung verringert sich die Aufnahmezeit.&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Verwendet wurde ein Newton Teleskop 12&#8243; mit einer ZWO ASI 178MC, Pierro ADC MK3 und einer Telezentrik mit 2,5fach Vergrößerung. Im Anschluss zeigen wir kurz und knapp einen parallelen Workflow mit der Monokamera und Filterset.</p>
<h3 style="text-align: justify;">SharpCap</h3>
<p style="text-align: justify;">SharpCap verwenden wir für die Aufnahme von Videos im Format <em>*.ser</em>. Hier sollte man bei einer Öffnung von 300mm bzw. 12&#8243; und einer Brennweite von rund 4000mm eine Belichtungszeit von 15ms verwenden. Wie immer ist dieser Wert davon abhängig, welche Teleskopöffnung und Barlow verwendet werden. Wenn Einzelvideos besonders guten Seeingbedingungen ausgesetzt sind, sollte man diese nach der Aufnahme auf alle Fälle markieren, um sie im weiteren Bearbeitungsverlauf als Referenz zu nutzen.</p>
<blockquote>
<p><em>Die Bearbeitung von Aufnahmen mit einer Monokamera werden im letzten Kapitel weiter unten behandelt.&nbsp;</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Bei einem 12&#8243; Newton Teleskop und 3750mm Brennweite ergibt sich je nach Entfernung von Jupiter zur Erde bei Videos ein ROI von 640&#215;480 Pixel. Aufgrund der Rotation von Jupiter sollte die die Länge eines Videos 30 Sekunden nicht überschreiten.&nbsp;</p>
<h3 style="text-align: justify;">PIPP</h3>
<p style="text-align: justify;">In unserem Artikel&nbsp;<a href="https://www.pcpointer.de/news/planetenfotografie-ratgeber-als-video/" target="_blank" rel="noopener">Planeten fotografieren – Tutorial für Einsteiger und Fortgeschrittene</a> haben wir der Vollständigkeit halber die Software PIPP vorgestellt, die grundsätzlich sehr hilfreich sein kann und die Videogröße stark verringert, allerdings auch Artefakte erzeugt, die uns und auch anderen Hobby Astronomen bisher kaum aufgefallen sind. Diese zeigen sich unter anderem im Blaukanal bei starker Schärfung. Die Linien entstehen unabhängig von den Einstellungen oder dem Format. Oftmals fallen diese aber nicht auf, da die meisten Astronomen zusätzlich zur Schärfung die einzelnen Schärfungsebenen glätten. Ähnliche Artefakte erzeugt vereinzelt auch Autostakker!3 bei Aktivierung der <em>Drizzle-</em>Funktion.&nbsp;</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografie/Jupiter_PIPP_ArtefakteLinien.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografie/Jupiter_PIPP_ArtefakteLinien.jpg" alt="Jupiter_PIPP_ArtefakteLinien" width="1280" height="611"></a><figcaption class="wp-caption-text">Jupiter Artefakte durch PIPP Konvertierung</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">PIPP bietet den Vorteil, dass einzelne Frames aus Videos mittig zentriert werden und die Videogröße verringert wird. Dadurch sind sie schneller und einfacher zu bearbeiten. Im Grunde können die Videos im *.ser-Format aber auch direkt ohne die Verwendung von PIPP in AutoStakkert!3 geladen und direkt gestackt werden. AS!3 zentriert die Summenbilder nach dem Stacken nämlich auch. Allerdings wird hier eine andere Technik verwendet.</p>
<h3 style="text-align: justify;">AutoStakkert!3</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Jupiteraufnahmen, die bei ruhigen atmosphärischen Turbulenzen aufgenommen wurden, werden in AutoStakker!3 gestackt. Da wir in diesem Workflow von einem relativ gutem bis sehr gutem Seeing ausgehen, stacken wir rund 40% der Einzelframes. In unserem Fall zeigt der Quality Graph an, dass rund 50% der Frames eine Qualität von 50% und mehr aufweisen. Daher könnte man theoretisch auch 50% der Frames mit einer Qualität von 50% und mehr stacken. Da wir die Bilder aber auch noch derotieren werden, bleiben wir bei 40%, um nicht zu viele wertvolle feine Details zu verlieren.&nbsp;</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_AS3.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_AS3.jpg" alt="Jupiter_AS3" width="1280" height="589"></a><figcaption class="wp-caption-text">Jupiter Video in Autostakkert!3</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Nach dem Analysieren in AS!3 beträgt die Qualität von rund 59% der Einzelframes mehr als 50%. Wir stacken allerdings nur 40% davon. Nun könnte man annehmen, dass beim Stacken von nur 20%wesentlich mehr feine Details sichtbar wären. In unserem Fall möchten wir nämlich bis zu 30 Summenbilder derotieren und zusammenführen. Es würde beim Schärfen hinsichtlich des Rauschens kaum einen Unterschied machen, ob wir 20% oder 40% der Einzelframes stacken. Allerdings ist der Kurvenabfall zwischen 20% und 40% dermaßen gering, dass das keinen Unterschied hinsichtlich der Qualität des Summenbilds machen würde. Und mit mehr Frames können feinere Details besser ausarbeiten werden, ohne große Beachtung des Rauschens.&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Als Stacking-Optionen kann <em>Double Stack Referenz</em> prinzipiell deaktiviert bleiben. <em>Minimum Bright</em> sollte auf 35 bis 45 gesetzt werden. &#8222;<em>Close to Edge</em>&#8220; kann aktiviert werden. Letztere haben Einfluss auf das automatische Setzen der APs. Da unsere Aufnahmen nur 640&#215;480 Pixel groß, setzen wir das Drizzle auf 1,5fach. Das erleichtert das Aussortieren von schlechten Summenbildern und gleichzeitig auch die Bildausmessung bei der Derotation in WINJUPOS.</p>
<blockquote>
<p><strong><em>⚠ Üblicherweise beträgt die Aufnahmelänge eines Videos bei Jupiter 30 Sekunden, um den Einfluss der Planetenrotation so gering wie möglich zu halten. Grundsätzlich kann die Videolänge bei einer Teleskopsöffnung von 30cm bis zu 60 Sekunden bei Jupiter betragen.&nbsp;</em><em>AutoStakkert!3 kann kurze Rotationszeiten nämlich gut ausgleichen. Der Vorteil von längeren Videos ist, dass die Summenbilder nach der ersten Schärfung weniger rauschen und somit besser vom WINJUPOS Algorithmus verarbeitet werden können.&nbsp;&nbsp;</em></strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Parallel dazu werden auch geschärfte Summenbilder mit der Endung <em>*conv.tif</em> gespeichert. Dadurch können wir über die <em>Explorer Suche</em> die geschärften Aufnahmen herausfiltern und vorselektieren. Anschließend werden auch die Originalaufnahmen ohne Schärfung selektiert. In WINJUPOS kann man bestimmte Aufnahmen dann zusätzlich unterschiedlich gewichten.&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Unter &#8222;Stack(name) Options&#8220; unbedingt das &#8222;free field&#8220; von &#8222;_&#8220; auf &#8222;-&#8220; umändern, da ansonsten der WINJUPOs kompatible Dateiname nicht korrekt erkannt wird und die Sekundenangabe in WINJUPOS mit einem Unterstrich nicht eingelesen werden kann.</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_AS3_Fielddelimeter.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_AS3_Fielddelimeter.jpg" alt="Jupiter_AS3_Fielddelimeter" width="1280" height="708"></a><figcaption class="wp-caption-text">Jupiter AS!3 Field Delimeter für WINJUPOS kompatible Dateinamen</figcaption></figure>
<h3 style="text-align: justify;">Stacken von Jupitermonden</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Jupitermonde Ganymed, Callisto, Io und Europa müssen besonders gründlich gestackt werden und verzeihen keine Fehler. Erfahrungsgemäß sollte man eine AP Größe von rund 40 bis 60 wählen. Die Monde dürfen ebenfalls mit einem AP markiert werden. Allerdings hängt die Qualität davon AP, welche Größe gewählt wird. Bei extrem guten Seeing gibt es auch auf den Monden feine Details. Daher geht man oft davon aus, dass 2-3 kleine APs dafür ausreichen. Tatsächlich erreichen wir aber oftmals bessere Ergebnisse, wenn wir eine möglichst großen AP auf den Mond setzen.</p>
<figure style="width: 1122px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_Mond_Stack.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_Mond_Stack.jpg" alt="Jupiter_Mond_Stack" width="1132" height="1024"></a><figcaption class="wp-caption-text">Monde von Jupiter mit AS!3 stacken</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Übrigens kann auch WINJUPOS bei der Derotation sehr gut stacken. Dennoch sollte man sich bei der Derotation nur auf WINJUPOS konzentrieren und später ein oder mehrere Monde von einem guten Summenbild mit möglichst vielen Frames ausschneiden und in das derotierte Bild kopieren. Ich verwende dazu das derotierte Bild und lege mir davor oder dahinter eine Ebene mit einem guten geschärften Summenbild und drehe dann das Summenbild entsprechend der Ausrichtung des derotierten Bilds. Man kann die Eben immer wieder ein- und ausblenden, um zu überprüfen, ob die Bilder auch exakt übereinander liegen. Nun kann man je nach Ablauf z.B. den Radierer verwenden oder den Mond einfach nur ausschneiden und in das derotierte Bild kopieren. Alternativ kann man auch wenige gute Summenbilder in WINJUPOS ausmessen und entsprechend derotieren. Dann erhält man ebenfalls ein gutes Mondbild. Oder man stackt mit AS!3 rund 2-3 Videos mit 40-60% und erhält ebenfalls ein gutes Mondbild, das später dem derotierten Bild hinzugefügt werden kann.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Sortieren der Summenbilder</h3>
<p style="text-align: justify;">Bevor es an die Derotation in WINJUPOS geht, sollten die Summenbilder einzeln auf ihre Qualität hin überprüft werden. Dazu kann man beispielsweise in Affinity Photo oder GIMP mithilfe eines Filters mehrere Summenbilder gleichzeitig laden und den Befehl&nbsp; <em>Schärfen</em> ausführen. Anschließend kann man sich die geschärften Summenbilder anschauen und aussortieren. Alternativ können während dem Stackingvorgang in AS!3 auch vorgeschärfte Bilder ausgegeben werden. Mithilfe der Suchfunktion des Windows Dateiexplorers lassen sich diese entsprechend der Dateiendung mit &#8222;<em>*conv</em>&#8220; im Suchfenster aussortieren. Nun kann man eines der vorgeschärften Bilder mit der Windows-Fotoanzeige öffnen und sich mit den Pfeiltasten nach vorne und zurück bewegen. Sehr schlechte Summenbilder können mit der &#8222;ENTF&#8220;-Taste gelöscht werden. Auch Registax bietet unter <em>Tools/Macro/Batch</em> window die Möglichkeit, mehrere Dateien gleichzeitig zu schärfen und das nicht nur in vereinfachter Form, sondern mit dem vollen Umfang des Wavlet Filters.</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_AS3_Sortieren.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_AS3_Sortieren.jpg" alt="Jupiter_AS3_Sortieren" width="1280" height="425"></a><figcaption class="wp-caption-text">Jupiter Summenbilder aussortieren</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Nun geht man in den ursprünglichen Ordner und löscht alle Summenbilder, die keine dazugehörige &#8222;<em>*conv</em>&#8220; haben.</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_AS3_Sortieren_2.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_AS3_Sortieren_2.jpg" alt="Jupiter_AS3_Sortieren_2" width="1280" height="826"></a><figcaption class="wp-caption-text">Jupiter Summenbilder aussortieren</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">WINJUPOS bietet die Möglichkeit, Summenbilder zu gewichten. Daher sollten nur sehr schlechte Aufnahmen, wie oben beschrieben, vollständig gelöscht werden.</p>
<h3 style="text-align: justify;">WINJUPOS (Farbkamera)</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Derotieren von Jupiteraufnahmen gestaltet sich aufgrund der Größe von Jupiter und der zahlreichen Details sehr einfach. Die <strong>automatische Bildausmessung</strong> funktioniert allerdings nicht immer mit vorgeschärften Summenbildern, da je nach Anzahl der gestackten Frames das Rauschen einem ein Strich durch die Rechnung macht. Man kann zwar die vorgeschärften Summenbilder laden und die automatische Ausrichtung starten, sollte allerdings auch ein ungeschärftes Bild zur Überprüfung laden. WINJUPOS arbeitet grundsätzlich sehr präzise. Dennoch gibt es ein Zeitmysterium, über das manche Astronomen stolpern. Wer Jupiter mit seinen Monden aufnimmt, wird möglicherweise feststellen, dass trotz korrekter Koordinaten und Zeitangabe die tatsächliche Mondposition von der in WINJUPOS dargestellten Sollposition abweicht. Das hat einen einfachen Grund, denn die Jupitermonde rotieren teilweise unterschiedlich schnell und können deshalb auch mal um 20 Minuten von der in WINJUPOS dargestellten Position abweichen.</p>
<blockquote>
<p><strong>⚠ </strong><em>WINJUPOS arbeitet mit leicht vorgeschärften Summenbildern, die wenig bis kein Rauschen aufweisen, am zuverlässigsten. Dazu kann die Batchverarbeitung in Registax verwendet werden. Bei hochqualitativen Aufnahmen reicht es, den Schieber für die Ebene 2 in Registax im ersten drittel zu bewegen, um eine gewisse Schärfe zu erreichen. Danach können diese Bilder in WINJUPOS verarbeitet werden. Alternativ können auch die von Autostakkert vorgeschärften Bilder verwendet werden. Dazu die EInstellungen in AutoStakkert so wählen, dass kein großes Rauschen vorhanden gegeben ist. </em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Zunächst einmal laden wir ein gutes vorgeschärftes Bild in WINJUPOS und starten mit der Taste <strong>F11</strong> die automatische Ermittlung. Wenn Jupiter auf dem Kopf steht, funktioniert die automatische Ausrichtung nicht. Dann sollte man mit den Tasten P und N zunächst einmal den Umriss grob auf dem Kopf drehen, so dass Norden nach unten zeigt. Es können auch weitere Bilder geladen werden, um zu überprüfen ob, die Ausrichtung auch korrekt funktioniert hat. Minimale Abweichungen sind oftmals der Qualität der Bilder geschuldet.</p>
<p><figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_WINJUPOS_1.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_WINJUPOS_1.jpg" alt="Jupiter_WINJUPOS_1" width="1280" height="635"></a><figcaption class="wp-caption-text">Jupiter in WINJUPOS derotieren</figcaption></figure> <figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_WINJUPOS_2.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_WINJUPOS_2.jpg" alt="Jupiter_WINJUPOS_2" width="1280" height="738"></a><figcaption class="wp-caption-text">Jupiter in WINJUPOS derotieren</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify;">Die RV-Korrektur kann dabei helfen, die automatische Ermittlung anhand des Jupiterrands zu optimieren. Oft sind das aber nur wenige Pixel, die die Umrandung nachkorrigiert werden muss. Anschließend kann unter &#8222;Bild und Umrandung&#8220; die Umrandung mit Bild zentrieren und die Umrandung so drehen, dass der Äquator waagerecht steht.</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_WINJUPOS_3.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_WINJUPOS_3.jpg" alt="Jupiter_WINJUPOS_3" width="1280" height="845"></a><figcaption class="wp-caption-text">Jupiter Derotation in WINJUPOS</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Kommen wir nun zu einer Funktion, die einem die Arbeit in WINJUPOS sehr erleichtert. Unter &#8222;Div&#8220; können nämlich mehrere Summenbilder gleichzeitig geladen und ausgemessen werden. Voraussetzung ist aber, dass der Planet auf einer parallaktischen Montierung aufgenommen wurde. Wer seine Planeten mit einem Dobson und GoTo, also Alt.-Az. Montierung, aufnimmt, hat zusätzlich eine Bildfeldrotation und muss demnach jedes Bild einzeln laden und auch einzeln ausmessen. Dobsonbesitzer mit EQ-Plattform darunter sind davon befreit. Auch darf zuvor kein Kamerawechsel und auch keine Rotation der Kamera durchgeführt worden sein, da ansonsten die Rotation von Jupiter nicht mehr identisch zu der ausgemessenen ist.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong><span style="color: #ff0000;">⚠</span> <em>In der neusten Version WINJUPOS 12.3.10 hat sich höchstwahrscheinlich durch die Implementierung einer neuen Algorithmusfunktion ein Fehler eingeschlichen. Bei der Verarbeitung eines Stapels verschiebt sich bei einigen *.ims-Dateien die Umrandung, wodurch die korrekte Ausrichtung des Planeten nicht mehr gegeben ist. Wer diese WINJUPOs Version verwendet, sollte die Bilder erst einmal einzeln laden und speichern.&nbsp;</em></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die <strong>Batchverarbeitung</strong> ist einfach. Dazu wählen wir unter dem Tab &#8222;Div.&#8220; den Punkt &#8222;Erzeuge Einstellungsdatei für Bildstapel&#8220; aus und selektieren alle Summenbilder, die wir ausmessen möchten. In unserem Fall haben wir die zuvor vorgeschärften Bilder mit der Dateinamenendung &#8222;<em>*conv</em>&#8220; nicht entfernt. Dann werden die Summenbilder geöffnet und die &#8222;<em>*.ims</em>&#8220; Dateien erstellt. Wichtig zu wissen ist, dass das geöffnete Bild in der Batchverarbeitung nicht berücksichtig ist. Dieses sollte vor oder nach der Batchverarbeitung einzeln als *.ims gespeichert werden. Winjupos zeigt üblicherweise an, dass z.B. 4 von 5 Bilder als *.ims gespeichert wurden. Das ist grundsätzlich ein Zeichen dafür, dass das geöffnete Bild nicht berücksichtigt wurde.</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_WINJUPOS_4.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_WINJUPOS_4.jpg" alt="Jupiter_WINJUPOS_4" width="1280" height="592"></a><figcaption class="wp-caption-text">WINJUPOS Batch Verarbeitung</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Unter &#8222;Werkzeuge&#8220; kann die Derotation der RGB Bilder gestartet werden. Dazu werden alle &#8222;*.ims&#8220;-Dateien geladen und der RV-Wert auf z.B. 0,80 für alle gesetzt. Nun kann man sich alle vorgeschärften Aufnahmen nochmal anschauen und entsprechend die Gewichtung einstellen. Als Bezugszeit nimmt man am besten eines der Summenbilder, dessen Zeit zur automatisch ermittelten Zeit passt. Einzelbilder sollte gespeichert werden. Ist bei Bildern mit der Monokamera relevant. Norden kann nach oben zeigen. Optimierte Bildausmessung (Verschiebung+Drehung+Größe) aktivieren. Maskierungsradius 5-15 mm, abhängig von der Mondposition. Ist das Bild berechnet, kann es mit der Schärfung weitergehen.</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_WINJUPOS_5.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_WINJUPOS_5.jpg" alt="Jupiter_WINJUPOS_5" width="1280" height="591"></a><figcaption class="wp-caption-text">WINJUPOS Derotation</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Es können theoretisch unendlich viele Summenbilder derotiert und gestackt werden. Ab einer bestimmten Anzahl macht es aber keinen Unterschied, da nicht unendlich viel geschärft werden kann. Von der Erfahrung her lässt sich sagen, dass bei gutem Seeing rund 5-6 Minuten ausreichen, um daraus ein vernünftiges Gesamtsummenbild mit WINJUPOS zu derotieren. Dabei sollte jedes Summenbild aus rund 40% der besten Bilder mit einer Qualität von mehr als 50% bestehen.</p>
<blockquote>
<p><strong>💡<em> Grundsätzlich sollten Summenbilder vor der Derotation in WINJUPOS mit Registax oder einem anderen Tool leicht geschärft werden (Schärfen ohne Entrauschen), um <span style="text-decoration: underline;">Randartefakte</span> infolge der Derotation oder Verschiebungen der einzelnen Bilder zu vermeiden. WINJUPOS derotiert vorgeschärfte Bilder nämlich deutlich präziser. Das Vorschärfen kann in Registax über die Batchfunktion erfolgen oder für jedes Einzelframe individuell. Die Unterschiede sind dabei deutlich. Sind die Summenbilder zu verrauscht, sinkt damit auch die Positioniergenauigkeit. Das Modul Bildausmessung in WINJUPOS erwartet möglichst rauschfeie und scharfe Bilder.&nbsp;</em></strong></p>
</blockquote>
<p><span style="text-align: justify;">Untenstehendes Bild zeigt beispielhaft, dass mehr Summenbilder zu hässlichen Artefakten am Rand führen und es beim Schärfen hinsichtlich Rauschen keinen Unterschied gibt. Kleine Randartefakte rechts lassen sich mit dem Zauberstift in GIMP/Affinity Photo einfach herausschneiden. Bei zu vielen Summenbildern entstehen aber auch links davon Randartefakte, wodurch der Planet beschnitten werden muss und somit nicht mehr schön groß, rund und weich erscheint. Im Bild rechts sind zwar auch leichte Randartefakte zu sehen, die lassen sich aber mit einem Tool einfach entfernen.</span></p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografie/Planetenfotografi_Jupiter_WINJUPOS.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografie/Planetenfotografi_Jupiter_WINJUPOS.jpg" alt="Planetenfotografi_Jupiter_WINJUPOS" width="1280" height="746"></a><figcaption class="wp-caption-text">Jupiter derotiert</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Nach der Derotation in WINJUPOS sieht unser Ordner üblicherweise wie folgt aus:</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_WINJUPOS_Derotiert.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_WINJUPOS_Derotiert.jpg" alt="Jupiter_WINJUPOS_Derotiert" width="1280" height="811"></a><figcaption class="wp-caption-text">Jupiter &#8211; Gesamtsummenbild derotiert</figcaption></figure>
<h3 style="text-align: justify;">WINJUPOS (Monokamera)</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Derotation von Aufnahmen, die mit einer Monokamera und RGB-Filtersatz erstellt worden sind, gestaltet sich ähnlich wie die von Farbaufnahmen. Es wird ein Summenbild vom Rotkanal geladen, unter &#8222;<em>Just</em>.&#8220; der Kanal &#8222;<em>Rot</em>&#8220; gewählt und anschließend unter &#8222;<em>Div</em>&#8220; Einstellungsdateien erzeugt, wobei nur die Summenbilder vom Rotkanal geladen werden. Für die anderen beiden Kanäle wird dieser Schritt genauso ausgeführt. Danach wird &#8222;Derotation von Bildern&#8220; ausgewählt, alle &#8222;.ims-Dateien ausgewählt und derotiert. Die Option &#8222;<em>Speichern von Einzelbildern</em>&#8220; muss dabei gesetzt sein, denn nach der Derotation müssen wir für jeden Kanal die derotierten Einzelbilder in AS!3 ziehen und zu 100% stacken.</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Winjupos_Derotation_MM.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Winjupos_Derotation_MM.jpg" alt="Winjupos_Derotation_MM" width="1280" height="524"></a><figcaption class="wp-caption-text">WINJUPOS &#8211; Derotation von Monokamera-Bildern</figcaption></figure>
<h3 style="text-align: justify;">Affinity Photo/GIMP (Monokamera)</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei Aufnahmen mit einer Monokamera muss man nach der Derotation mit WINJUPOS alle Aufnahmen eines Kanals nochmals in AS!3 laden, analysieren und 100% stacken. Als AP kann ein großer rund um den Planeten gelegt werden (Funktioniert bei Saturn und Venus) oder man nutzt das automatische Setzen von relativ großen APs (Funktioniert bei Jupiter gut). Bevor die Summenbilder der Kanäle z.B. in Fitswork als RGB zusammengesetzt werden, sollte man unbedingt alle drei Summenbilder der Kanäle in Affinity Photo oder GIMP laden und den Grünkanal als Referenz nutzen, um die Kanäle Rot und Blau korrekt zu positionieren, denn oftmals sind die anderen beiden Kanäle bezogen auf Grün verschoben und müssen minimal nachkorrigiert werden. Beim Speichern im TIFF Format ist darauf zu achten, dass Farbbilder als TIFF RGB (16 Bit) gespeichert werden und einzelne Kanäle wie Rot, Grün oder Blau als TIFF Graustufenbild (16 Bit). 8 Bit sind grundsätzlich auch ausreichend, wenn die Aufnahmen in 8 Bit vorliegen.&nbsp;</p>
<p><figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/AffinityPhoto.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/AffinityPhoto.jpg" alt="AffinityPhoto" width="1280" height="691"></a><figcaption class="wp-caption-text">Affinity Photo &#8211; Manuelle Farbverschiebung eines Kanals</figcaption></figure> <figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_Farblayerkorrektur2.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_Farblayerkorrektur2.jpg" alt="Jupiter_Farblayerkorrektur2" width="1280" height="635"></a><figcaption class="wp-caption-text">Jupiter Farblayer Align</figcaption></figure></p>
<h3 style="text-align: justify;">Fitswork</h3>
<p style="text-align: justify;">Die derotierte RGB-Aufnahme sollte zunächst in Fitswork geladen und in RGB aufgeteilt werden, um die Kanäle einzeln zu schärfen. Alternativ kann das Summenbild auch direkt in Registax geladen und geschärft werden. Nur werden dann alle Kanäle gleichermaßen geschärft. Erweitert man das Bild nach RGB, so kann man die Kanäle Rot und Grün auf den höheren Ebenen und den Blaukanal auf den tieferen Ebenen schärfen. Allerdings könnte man nach der Schärfung in Registax das Summenbild in Fitswork laden, nach RGB erweitern und den Blaukanal nachträglich auf einer tieferen Ebene nachschärfen. Beide Varianten bringen identische Ergebnisse.&nbsp;</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_Fitswork_RGB.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_Fitswork_RGB.jpg" alt="Jupiter_Fitswork_RGB" width="1280" height="810"></a><figcaption class="wp-caption-text">Jupiter RGB in Fitswork</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">In unserem Beispiel zerlegen wir das Farbbild in 3 s/w Bilder speichern die Bilder, um sie danach mit Registax einzeln zu schärfen. Eine Vergrößerung ist zu diesem Zeitpunkt nicht sinnvoll, da sich ansonsten die Ebenen verschieben und man wesentlich tiefer schärfen muss, um weiterhin feine Strukturen herauszuarbeiten.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Registax (Mono- und Farbkamera)</h3>
<p style="text-align: justify;">Wie weiter oben bereits erwähnt, kann in Registax entweder das WINJUPOS derotierte Summenbild oder aber die einzelnen Farbkanäle geladen werden. Wird das Summen-Farbbild geladen, sollte in den Ebenen 1 und 2 geschärft werden. Später kann das RGB in Fitswork geladen, in s/w Bilder zerlegt und den Blaukanal auf Ebene 3 nachschärft werden. Zu beachten ist, dass das Schärfen auf verschiedenen Ebenen abhängig von der Bildgröße ist. Bei größeren Aufnahmen fängt man üblicherweise bei Ebene 2 an, da Ebene 1 nur extrem feine Details abdeckt und zu mehr Rauschen als Schärfe führen kann. Das hier gezeigte Jupiterbild hat eine Auflösung von 700&#215;700 Pixel. Übrigens verstärkt der <strong>Wavletfilter</strong> im &#8222;<em>Default</em>&#8222;-Modus Randartefakte, da zwar sehr fein geschärft werden kann, dies aber auch Artefakte schärft.</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_Registax.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_Registax.jpg" alt="Jupiter_Registax" width="1280" height="465"></a><figcaption class="wp-caption-text">Jupiter &#8211; Registax Waveletfilter</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Wer über schlechtes Material oder wenige Frames verfügt und nur sehr wenig schärfen kann, sollte den &#8222;<em>Gaussian</em>&#8222;-Modus wählen und <em>Denoise=0,2 | Sharpen=0,13</em> setzen. Ab hier kann dann stufenweise erhöht werden. Manchmal ist es besser, Ebene 1 höher zu setzen und manchmal ist es von Vorteil, Ebene 2 höher zu setzen. Wir haben beides ausprobiert und festgestellt, dass am Ende identische Ergebnisse resultierten, da die Grenze der Schärfe das Bild selbst vorgibt.</p>
<blockquote>
<p><em>Bei Aufnahmen mit Monokamera und RGB Filtersatz macht es Sinn, jeden Kanal einzeln und individuell zu schärfen. Wurden die Aufnahmen mit einer Farbkamera gemacht, sollte man auch hier das Farbbild in 3 s/w zerlegen und die einzelnen Kanäle nachschärfen. Nur so lassen sich feine Details herausarbeiten.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Alle Einstellungen bleiben zunächst auf &#8222;Standard&#8220;. <strong>RGB Balance</strong> kann bei einem Farbbild aktiviert werden, bei einzelnen Monoaufnahme nicht. Bei derotierten Bildern ist das Rauschen meist gering, so dass wir den Wavelet &#8222;Default&#8220; Filter wählen und bei einer Bildgröße von rund 700&#215;700 Pixel nur die Ebene 2 zum Schärfen nutzen. Ebene 1 kann minimal zum nachschärfen genutzt werden. Bei gutem Seeing ruhig stärker schärfen, bis Rauschen sichtbar wird und dann einen kleinen Schritt entschärfen. Wenn wir später nämlich ein RGB bauen und eventuell nachschärfen, wird der Blaukanal etwas benachteiligt. Da der <em>Default</em> Filter keinen Entrauscher enthält, sollte dieser Filter wirklich nur minimal angesetzt werden, da ansonsten durch das Stacken oder der Derotation merkwürdige Linien und andere Artefakte mit verstärkt werden.</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografie2/Planetenfotografie_2.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografie2/Planetenfotografie_2.jpg" alt="Planetenfotografie_2" width="1280" height="702"></a><figcaption class="wp-caption-text">Registax &#8211; Schärfen eines Jupiter Summenbilds</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Kommen wir zurück zu den drei s/w Bildern. Der grüne Kanal kann mit Ebene 2 stärker geschärft werden. Dieser ist meistens am besten dafür geeignet. Der Blaukanal wird bei Ebene 2 etwas weniger geschärft, dafür aber auch bei Ebene 3, da dieser meistens mehr rauscht und schwächer ist. Der Rotkanal wird etwas weniger als der grüne Kanal geschärft. Alle Aufnahmen werden einzeln gespeichert.</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Registax_RGB_Scharf.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Registax_RGB_Scharf.jpg" alt="Registax_RGB_Scharf" width="1280" height="331"></a><figcaption class="wp-caption-text">Registax &#8211; Schärfen von einzelnen Farbkanälen</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Manchmal kann es sich lohnen, den <em>Use Linked Wavelets</em> zu verwenden, um feine Details besser herauszuarbeiten. Dieser sollte aber vorsichtig eingestellt werden. Ansonsten funktioniert auch der ohne die verlinkten Wavelets, ist aber insgesamt etwas grober.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Fitswork (Mono- und Farbkamera)</h3>
<p style="text-align: justify;">Die einzelnen geschärften Farbkanäle werden in Fitswork geladen und als RGB zusammengesetzt (<strong>untere Reihe</strong>). Wurde lediglich das Farbbild (Summenbild) in Registax oder einer anderen Software geschärft, wird das Farbbild in 3 s/w Bilder aufgeteilt, die Umgebung als Weißwert gesetzt (Rechte Maustaste auf eine helle weiße Stelle von Jupiter) und dann der Blaukanal mit dem Wavelet Filter nachgeschärft. Dazu am besten tiefere Ebenen für grobe Details nachschärfen. Anschließend werden R, G und der nachgeschärfte Blaukanal wieder zu einem RGB Bild zusammengesetzt (<strong>obere Reihe</strong>).&nbsp;</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Fitswork_RGB_Merge.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Fitswork_RGB_Merge.jpg" alt="Fitswork_RGB_Merge" width="1280" height="612"></a><figcaption class="wp-caption-text">Fitswork &#8211; Zusammensetzen von s/w Bildern zu einem RGB</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Folgendes Bild zeigt ein weiteres Jupiterbild, dass wir nach der Bearbeitung zur beispielhaften Darstellung zerlegt haben.</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografie/Jupiter_RGB_Blaunachschaerfen.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografie/Jupiter_RGB_Blaunachschaerfen.jpg" alt="Jupiter_RGB_Blaunachschaerfen" width="1280" height="824"></a><figcaption class="wp-caption-text">Jupiter &#8211; Farbbildzerlegung und Nachschärfen des Blaukanals</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Die Funktion <em>Umgebung als Weißwert</em> entspricht der <em>Farbbalance</em> Option in Registax, bei der die Farben im Histogramm möglichst übereinander gelegt werden. In unserem Beispiel arbeiten wir mit dem unteren Farbbild weiter. Da ausreichend Details vorhanden sind, könnte man das Bild erneut um den Faktor 1,5fach vergrößern (entspricht dem Drizzle). Allerdings verhält sich das Bild dann anders beim Schärfen der einzelne Ebenen. Daher arbeiten wir im nächsten Schritt die Artefakte am Rand heraus. Übrigens sollte man bereits an dieser Stelle die Schärfung soweit wie möglich beendet haben. Möchte man im späteren Verlauf Farbkanäle ausrichten oder bestimmte Kanäle nachschärfen, erhält man unter Umständen wieder einen Rand, den man entfernen muss.&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Bevor die Artefakte am Planetenrand entfernt werden, führen wir noch eine Kanalausrichtung durch. Dazu wird ein gelber Kasten um den Planeten gezogen und unter <em>Bearbeiten </em>die Funktion <em>Farblayer zurechtrücken</em> ausgewählt.</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Fitswork_RGB_Farblayer.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Fitswork_RGB_Farblayer.jpg" alt="Fitswork_RGB_Farblayer" width="1280" height="762"></a><figcaption class="wp-caption-text">Fitswork &#8211; Farblayer zurechtrücken</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Sollte dieser Schritt zu einem späteren Zeitpunkt ausgeführt werden, erhält man unter Umständen einen Farbsaum, der wieder mühsam entfernt werden darf. Übrigens gibt es bei Aufnahmen mit einer Monokamera stets eine Verschiebung zwischen Rot, Grün und Blau und zwar um 1-2 Pixel in horizontaler und in vertikaler Richtung. Entweder setzt man die monochromen Bilder zu einem RGB zusammen und rückt das Farblayer zurecht oder aber man lädt alle drei s/w Bilder in einem Grafikprogramm und nimmt den Grünkanal als Referenz. Rot und Blau müssen dann nacheinander als Ebene darüber gelegt und so verschoben werden, dass diese exakt über dem Grünkanal-Bild liegen. Anschließend speichern und zu einem RGB zusammensetzen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Affinity Photo / GIMP (Farbe/Mono)</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei einer Derotation von mehreren Minuten und der Schärfung in Registax/Fitswork resultieren automatisch auch Randartefakt. Dazu haben wir uns zunächst einem Summenbild bedient, dass am 21.08.2023 bei sehr schlechtem Seeing aufgenommen wurde. Dennoch lässt sich aus dem Bild mit wenigen Handgriffen einiges an Details herausholen. Befinden sich zusätzlich Monde im Bild, entsteht ein weiterer Rand. In diesem Fall übermalen wir zunächst einmal grob die Randartefakte des Mondes mit dem schwarzen Pinsel. Dann wird das Auswahlwerkzeug mit einer Toleranz von rund 7-10% genutzt, um eine Auswahl rund um Jupiter zu setzen. Parallel dazu kann auch gerne die Belichtungszeit etwas erhöht werden, um Farbsäume und Hintergrundartefakte besser hervorzuheben und so auch gezielter vom Hintergrund zu trennen. Die Rand- bzw. Kantenglättung auf rund 5 Pixel setzen und mit einem Pinsel den Hintergrund bearbeiten. Bei Affinity Photo ist darauf zu achten, dass die Randbreite niedriger gesetzt wird, da sonst bei mehreren Durchgängen auch ein Teil vom Planetenrand wegradiert bzw. übermalt wird.</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografie2/Planetenfotografie_1.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografie2/Planetenfotografie_1.jpg" alt="Planetenfotografie_1" width="1280" height="705"></a><figcaption class="wp-caption-text">Jupiter und Mond mit Randartefakten</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Das Bild wird dann noch in Fitswork zerlegt, einzelne Kanäle leicht an die anderen angepasst, in Affinity Photo <em>Leuchtkraft</em> und <em>Sättigung</em> erhöht, den Mondschatten mit dem <em>Restaurationswerkzeug</em> vorsichtig drumherum bearbeiten und fertig.</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Affinity_Randartefakte.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Affinity_Randartefakte.jpg" alt="Affinity_Randartefakte" width="1280" height="689"></a><figcaption class="wp-caption-text">Affinity Photo &#8211; Randartefakte entfernen</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Beim Speichern im <strong>TIFF</strong> Format ist darauf zu achten, dass die Farbbilder als <strong>TIFF RGB (16 Bit)</strong> gespeichert werden und einzelne Kanäle wie Rot, Grün oder Blau als <strong>TIFF Graustufenbild (16 Bit)</strong>. 8 Bit sind grundsätzlich ausreichend, wenn die Aufnahmen in 8 Bit vorliegen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Fitswork</h3>
<p style="text-align: justify;">Nachdem die Jupiteraufnahmen hinsichtlich der Artefakte bearbeitet worden sind, können diese in Fitswork einem Feintuning unterzogen werden. Dazu wird zunächst das Summenbild nochmals vergrößert und zwar erneut auf <em>1,5x</em> mit <em>Bicubic</em> oder <em>Lanczos</em>.</p>
<figure style="width: 1270px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Fitswork_Finetuning.jpg"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Fitswork_Finetuning.jpg" alt="Fitswork_Finetuning" width="1280" height="792"></a><figcaption class="wp-caption-text">Fitswork Resize Funktion</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Anschließend kann das Summenbild mit dem Waveletfilter ganz leicht nachgeschärft werden. Je nach Details und Schärfegrad macht es manchmal aber auch Sinn, dieses Rezisen zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen. Das nachgeschärfte Summenbild wird nun mit dem Gauss-Filter entschärft, bis keine Körnung mehr infolge des Rauschens zu sehen ist. Das mit Gauss geglättete Bild kann dann z.B. mit einer AI-Software nachgeschärft werden und als Ebene mit rund 60% über das nachgeschärfte Bild gelegt werden.</p>
<h3 style="text-align: justify;">AI Software</h3>
<p style="text-align: justify;">Mithilfe einer AI Software lassen sich manche Aufnahmen durchaus gut glätten. Allerdings sind solche Filter mit Bedacht zu verwenden, da z.B. beim Mond unschöne Artefakte erzeugt werden, während z.B. bei Jupiteraufnahmen die Ränder verschwommen wirken und Details je nach Entrauschgrad zu stark nachgezeichnet werden. Insbesondere diejenigen, die ihre Bilder z.B. bei ALPO für wissenschaftliche Zwecke hochladen, sollten auf eine AI verzichten. Daher verwenden wir diese AI nur der Vollständigkeit halber und zwar mit einem Summenbild, dass wir vorher mit dem Gaussfilter sauber geglättet haben. So verhindern wir, dass Details unrealistisch wirken oder Artefakte hinzugefügt werden. Dieses Bild legen wir danach als Ebene über das ursprüngliche Bild und zwar mit einer Transparenz von 50-60%. Der Vorteil ist, dass das ursprüngliche Bild etwas rauschen darf und sogar überschärft werden kann. Das gleicht sich nach der Ebenenüberlagerung aus.</p>
<p style="text-align: justify;">Bevor mit einer Software wie Topaz AI nachgeschärft wird, sollte das Originalbild 1x mit Gaussfilter geglättet werden und parallel dazu ein weiteres so stark geschärft werden, bis es geradeso nicht überschärft wirkt. Dabei nicht glätten, nur Schärfen! Wenn wir später das andere geglättete Bild darüber legen, wird das Bild auch weniger rauscht. Ich lade das Bild manchmal auch nochmal in Registax und nutze den Wavelet-Filter (Gaussian), und ziehe Ebene 1 und etwas an Ebene 2 bei Werten rund um 0,085 und Denoise 1,75-2,0. Etwas Rauschen ist in Ordnung, um feine Details zu entlocken. Später verschwindet das Rauschen durch Überlagerung mit anderen Ebenen.</p>
<p style="text-align: justify;">Am besten dazu Ebene 2 verwenden, abhängig von der Vergrößerung. Anschließend mit dem Gaus Glätten Filter das Rauschen entfernen, wobei ein sehr kleiner Radius und viel Verstärkung verwendet wird. Dann in Topaz Denoise laden, aber lediglich den <em>Soften Normal</em> verwenden und ganz leicht nachschärfen. Ansonsten entstehen Artefakte. Alternativ kann auch die unscharf Maskieren Maske verwendet werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Bild dann wieder in Fitswork laden, wieder nachschärfen und dann in Affinity Photo oder GIMP mit dem ursprünglichen Bild ohne Topaz Schärfung laden und dieses Bild dann zu 50% über das ursprüngliche Bild setzen.</p>
<figure style="width: 1084px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_SharpenAI.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Jupiter_SharpenAI.jpg" alt="Jupiter_SharpenAI" width="1094" height="1024"></a><figcaption class="wp-caption-text">Jupiter vom 15.102.2023 mit und ohne Sharpen AI</figcaption></figure>
<h3 style="text-align: justify;">Affinity Photo</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei der Derotation vom Jupiter entstehen je nach Länge unter anderem Randartefakte und Farbsäume, die durch unterschiedliche Schärfung der Kanäle verstärkt werden. Im untenstehenden Fall wurde der Blaukanal in den unteren Ebenen etwas stärker nachgeschärft. Dadurch kommt ein leichter Farbsaum rechts und links davon zustande. Die Farbsäume lassen sich mit einem Grafikprogramm wie GIMP oder Affinity Photo sehr leicht mithilfe des Auswahlwerkzeugs und dem HSL korrigieren. Dazu kann gerne der Rand geglättet werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://www.pcpointer.de/wp-content/gallery/planetenfotografiejupiter/Affinity_HSL.jpg" alt="Affinity_HSL"></p>
<h3 style="text-align: justify;">Ergebnis</h3>
<p style="text-align: justify;">Diesen Workflow habe ich auf verschiedene Aufnahmen angewendet. Auf die Verwendung der Sharpen AI haben wir allerdings verzichtet. Und hier das Ergebnis</p>
 [<a href="https://www.pcpointer.de/astronomie/planetenfotografie-jupiter-workflow/">See image gallery at pcpointer.de</a>] 
<h3 style="text-align: justify;">Bonus Monokamera</h3>
<p style="text-align: justify;">Oft ist es hilfreich eine kleine Übersicht darüber zu haben, welcher Schritt als nächstes folgt. Hier eine Zusammenfassung der Bearbeitungsschritte für Aufnahmen mit einer Monokamera:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Alle Aufnahmen eines Kanals gleichzeitig stacken (z.B: 5x Rotkanal, 6x Grün und 8x Blau). <em>AP48</em> und <em>Min Bright 30-45</em> wählen.</li>
<li style="text-align: justify;">Wenn Monde dabei sind ➔ Größe der APs anpassen</li>
<li style="text-align: justify;">Wenn mit SharpCap aufgenommen wurde und WINJUPOS-kompatible Namen verwendet wurden, endet der Dateiname mit z.B. <em>01:33_3</em>), AS!3 generiert danach <em>_XYZ</em>. Der Unterstrich muss durch einen <span style="text-decoration: underline;">Bindestrich</span> ersetzt werden. Am besten direkt in AS!3 während dem Stacken.</li>
<li style="text-align: justify;">Alle AS!3 vorgeschärften Bilder durchgehen und eventuell mit mehr Frames nachstacken, wenn die Qualität sehr gut ist. Bei schlechten Aufnahmen ruhig nur 20% statt 40% stacken.</li>
<li style="text-align: justify;">Ein gutes AS!3 Bilder (vorgeschärft) für die Derotation verwendet. Dazu zunächst ein Bild laden, abmessen und danach unter <em>Div.</em> mehrere Bilder gleichzeitig laden. Am besten zunächst Rot, Grün und dann Blau und in WINJUPOS den passenden Farbkanal auswählen.</li>
<li style="text-align: justify;">Generiertes Bild von WINJUPOS kann als Luminanz verwendet werden, muss es aber nicht.</li>
<li style="text-align: justify;">Einzeln derotierte TIF-Bilder in AS!3 laden, wobei jeder Kanal getrennt behandelt wird, dann alle Summenbilder von jedem Kanal zu 100% stacken. Erneutes Drizzle nicht erforderlich. Messpunkte grob automatisch setzen oder einen Kasten um den Plasneten ziehen. Auch Das nachträgliche Verschieben der Planeten ist in einem Grafikprogramm möglich. Dadurch werden alle Summenbilder deckungsgleich gebracht.</li>
<li style="text-align: justify;">Gestackte R, G und B in Fitswork laden, RGB bilden und dann in Registax schärfen. Oder besser R in Registax mit Ebene 2 schärfen, G mit Ebene 2 bis fast Maximum und Ebene 1 leicht schärfen, da Grün stark ist und Blau Ebene 2 und 3 bis etwa 90%. Danach erst die RGBs in Fitswork laden und zu einem RGB zusammensetzen. <em>Wavelets default</em> verwenden.</li>
<li style="text-align: justify;">RGB in Fitswork laden und zu 1,5 fach vergrößern oder besser erstmal nur speichern und später vergrößern.</li>
<li style="text-align: justify;">Luminanz und RGB in GIMP oder Affinity Photo verfeinern, Randartefakt entfernen, bei RGB Farbsaum und Rand entfernen. Dazu mit Zauberstift hintergrund markieren (Toleranz von rund 8%), Randfschärfe leicht anheben. 1-2 Mal über den Hintergrund mit dem Pinsel schwarz fahren, dann nochmals Hintergrund markieren, Randbreite auf 0% setzen und restlichen Rand genauso entfernen. Rand kann man manchmal leicht entrauschen, da dieser durch den <em>Wavelet default</em> oftmals Artefakte hat.</li>
<li style="text-align: justify;">RGB Bild und eventuell Luminanz in Fitswork laden und mit Wavelet nachschärfen.</li>
<li style="text-align: justify;">RGB kann etwas grober geschärft werden, da Luminanz die feinen Details zeigt (Ebene 1 etwas runterregeln falls Rauschen vorhanden ist, da RGB nur als Farbanteil dient. Ebene 2 und vor allem 3 hochregeln. Falls kein Luminanz verwendet wird, nur fein nachschärfen.</li>
<li style="text-align: justify;"><strong>Optional</strong>: L-RGB bilden, nochmals 150% Drizzeln (rund 1100Pixel), dann unter Fitswork leicht nachschärfen</li>
<li style="text-align: justify;">Mit <strong>Gauss</strong> Bild entschärfen, dann in Sharpen AI oder mit unscharf maskieren bearbeiten</li>
<li style="text-align: justify;">Sharpen AI Bild mit 50-60% Transparenz über Originalsummenbild als Ebene legen. Dann zusammenführen und einzelne wichtige Bereiche hervorheben bzw. nachschärfen.</li>
<li style="text-align: justify;">Farbsaum rechts und links entfernen</li>
<li style="text-align: justify;">Bei Monden auch mit Restaurationsbild, etc..</li>
<li style="text-align: justify;">Feintuning und nochmals nachschärfen.</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.pcpointer.de/astronomie/planetenfotografie-jupiter-workflow/">Planetenfotografie: Jupiter Workflow</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.pcpointer.de">PCPointer.de</a>.</p>
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